Berufsbezeichnung:
Mechaniker / Mechanikerin für Land- und Baumaschinentechnik
Anerkannt durch die Verordnung vom 25. Juli 2008 (BGBl. I, S. 1545).Die Tätigkeit im Überblick
Mechaniker/innen für Land- und Baumaschinentechnik warten und reparieren Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen und Motorgeräte, die in der Land- und Bauwirtschaft eingesetzt werden. Die Ausbildung findet überwiegend in Klein- und Mittelständischen Unternehmen statt, die meist im ländlichen Raum, also in Kundennähe, angesiedelt sind. Schwerpunkt des Arbeitsfeldes sind Geräte und Maschinen der landwirtschaftlichen Außenwirtschaft, also der Acker- und Grünlandbewirtschaftung.
Stall-, Forst- und Kommunaltechnik sind weitere Bereiche des Berufsfeldes, aber auch Gartengeräte und besondere Maschinen zur Pflege von Golfplätzen.
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Mechaniker/in für Land- und Baumaschinentechnik ist ein anerkannter Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG) und der Handwerksordnung (HwO). Die Ausbildung wird in Industrie und Handwerk angeboten und dauert 3,5 Jahre. Die Gesellenprüfung wird in zwei Teilen abgelegt.
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Teil 1 der Gesellenprüfung , oftmals falsch als Zwischenprüfung bezeichnet, wird am Ende des 2. Lehrjahres, meist im Juni (schriftlicher Teil) und September (praktische Prüfung) abgehalten und zählt 35 % der Gesamtnote.
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Teil 2 ist am Ende der Ausbildung abzulegen und zählt 65 % der Gesamtnote.
Die Beschulung an der Regens-Wagner-Schule im Überblick
Der Berufsschulunterricht ist an unserer Schule als Blockunterricht organisiert. Die Dauer eines Blockes beträgt eine Woche.
Dauer des Jahresunterrichts:
10. – 12. Klasse |
je 12 Wochen |
13. Klasse |
je ein Tag pro Woche bis zur schriftlichen Abschlussprüfung |
Die Blockwochen sind gleichmäßig über das ganze Schuljahr verteilt.
Der Berufsschullehrplan im Überblick
Auch der Lehrplan der Mechaniker / Mechanikerin für Land- und Baumaschinentechnik ist seit 2003 nach Lernfeldern strukturiert. Im ersten Lehrjahr findet der Berufsschulunterricht generell zusammen mit den Fachklassen für Fahrzeugtechnik statt. |
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Ab dem zweiten Lehrjahr wird ein gesonderter Unterricht durchgeführt.Die Lernfelder sind: |
| Fahrzeugservice | 1. Lehrjahr: |
Warten und Pflege von Fahrzeugen oder Systemen | 108 Std. |
| 2. Lehrjahr: | In- und Außerbetriebnehmen von Maschinen, Geräten und Anlagen der Landmaschinentechnik | 48 Std. | |
| Elektrotechnische Systeme | 1. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen elektrischer und elektronischer Systeme | 72 Std. |
| 2. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen von fahrzeugtechnischen Systemen | 60 Std. | |
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Montagetechnik |
1. Lehrjahr: | Demontieren, Instandsetzen und Montieren von fahrzeugtechnischen Baugruppen oder Systemen | 84 Std. |
| 2. Lehrjahr: | Herstellen von Bauteilen für Maschinen, Geräte und Anlagen | 84 Std. | |
| 3/4. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen von Kraftübertragungssystemen an Maschinen und Geräten | 112 Std. | |
| Steuer- und Regelsysteme |
1. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen von Steuerungs- und Regelungssystemen | 72 Std. |
| 2. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen von hydraulischen Steuerungs- und Regelungssystemen | 60 Std. | |
| 3/4. Lehrjahr: | Prüfen und Instandsetzen von komplexen Steuerungs- und Regelungssystemen | 98 Std. | |
| Maschinentechnik |
2. Lehrjahr: | Instandhaltung von Verbrennungsmotoren | 84 Std. |
| 3/4. Lehrjahr: | Instandhaltung von Fahrwerken an Maschinen und Geräten | 112 Std. | |
| Instandsetzen von Maschinen, Geräten und Anlagen der Landmaschinentechnik | 70 Std. |
Der Berufsschullehrplan ist für Regel- und Förderberufsschulen identisch. Die Inhalte für die einzelnen Lehrjahre sind jeweils dem Ausbildungsstand angepasst.
Dieses Ausbildungsziel formuliert der Lehrplan: Mechaniker / Mechanikerinnen für Land- und Baumaschinentechnik
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planen und kontrollieren Arbeitsabläufe und bewerten Arbeitsergebnisse,
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warten, prüfen und installieren Fahrzeuge, Maschinen, Anlagen sowie Geräte und setzen diese instand,
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bearbeiten und fügen Werkstücke und Bauteile manuell und maschinell,
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diagnostizieren Fehler und Störungen und deren Ursachen in mechanischen, hydraulischen, elektrischen und elektronischen Systemen,
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kommunizieren mit internen und externen Kunden situationsgerecht,
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bedienen Fahrzeuge und deren Systeme und nehmen sie in Betrieb,
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wenden qualitätssichernde Maßnahmen an,
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prüfen Abgase und Einrichtungen zur Emissionsminderung,
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stellen elektrische Stromanschlüsse her und prüfen sie.
Mechaniker / Mechanikerinnen für Land- und Baumaschinentechnik führen ihre Arbeit selbstständig und im Team unter Beachtung des Umweltschutzes, der Arbeitssicherheit, des Gesundheitsschutzes und der Qualitätssicherung kundenorientiert aus. Sie beschaffen sich auch Informationen über Einsatz, Ausrüstung, Reparatur und Instandhaltung der Maschinen, planen ihre Arbeit, werten sie aus und dokumentieren sie.
Sie stellen Fehler und Störungen in mechanischen, elektronischen, mechatronischen sowie pneumatischen und hydraulischen Systemen fest und beheben sie.
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Geschichtliche Entwicklung des Berufes

Ab dem 2. Lehrjahr, Schulklasse LM 11, werden die Landmaschinenmechaniker in einer eigenen Fachklasse unterrichtet. Den berufsfachlichen Unterricht übernimmt Herr Kleindorfer, den allgemeinbildenden Unterricht Herr Walter. Durch dieses Konzept mit nur 2 Lehrkräften, die jeweils viel Zeit in der Klasse und mit den Schülern verbringen werden Lern- und Verstehensschwierigkeiten bei den einzelnen Schülern besser erkannt. Durch den intensiven Dialog zwischen den Lehrern werden individuelle, personenbezogene Maßnahmen und Hilfestellungen überlegt und ausgearbeitet. Dabei wird auch der Kontakt mit den Ausbildungsbetrieben gepflegt und im Sinne eines erfolgreichen Ausbildungsabschlusses wahrgenommen.
Auch der Kontakt mit Innung und Prüfungsausschuss sowie den Lehrkräften an anderen Berufsschulen wird gesucht, um den Lehrlingen die an der Regens-Wagner-Berufsschule unterrichtet werden einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss zu ermöglichen. Im Unterricht, der durch den bayernweit verbindlichen Lehrplan inhaltlich festgelegt ist, werden praxis- und berufsorientierte Methoden und Themen bevorzugt. Dies erleichtert das Verstehen und erhöht die Motivation.
Durch die kleinere Klassenstärke können sich die Schüler ihrer Lerngeschwindigkeit entsprechend lange mit einzelnen Fragen und Themen beschäftigen, dies führt zu mehr Erfolgserlebnissen.

Dies setzt natürlich eine hohe Disziplin im Unterricht voraus: Pünktlichkeit, das Benutzen der Bücher und Unterrichtsmaterialien sowie das Zurücknehmen der eigenen Person bei der Mitteilung richtiger Ergebnisse erlauben individuelle Lerngeschwindigkeit. Außerdem wird durch die Homogenität in der Klasse gerade für schwächere Schüler ein geringerer Konkurrenzdruck und weniger Frustration erlebt. Der Spaß an der Schule wird dabei von vielen Schülern wiederentdeckt.

Die Ausstattung der Klassenzimmer und Werkstätten ist durchweg gut. Vorhandene Lehrmittel und Computer werden überlegt und sinnvoll eingesetzt.
Arbeitsblätter werden den Fähigkeiten der Schüler entsprechend angepasst oder erstellt.

Mehr zum Beruf des Landmaschinenmechanikers...
Alois Kleindorfer




